Die Lebensversicherung als mittelbare Altersvorsorge

Wenn man eine Lebensversicherung so gestaltet, dass man eine Kombination aus Sparbeiträgen und einem Risikoanteil wählt, kann man damit auch für das Alter vorsorgen. Dafür sollten die vertraglichen Regelungen eine Auswahl bei der Art der Auszahlung vorsehen.

Die meisten gängigen Lebensversicherungen, die zu Kapitalbildung dienen, kann man sich heute entweder als Einmalbetrag oder als monatliche Rente auszahlen lassen. Dabei sollte man auch den steuerlichen Vorteil beachten, der sich aus einer Zahlung über einen längeren Zeitraum ergibt. Die Erträge aus den Lebensversicherungen werden in dem Moment steuerpflichtig, in dem sie zufließen. Das kann im Einzelfall bedeuten, dass man bei der Einmalzahlung vom Finanzamt kräftig zur Kasse gebeten wird, während man bei der Wahl der Rentenzahlung keine Steuern abführen muss, weil die jährlichen Einnahmen nicht über die steuerfreie Grundsumme hinausgehen.

Besonders beliebt sind immer noch die fondsgebundenen Lebensversicherungen. Hier kommen bei einer hohen Absicherungsquote des eingezahlten Kapitals die besten Renditen zustande. Dort sollte man jedoch darauf achten, dass die Versicherungsbedingungen „ablauforientiertes Anlagemanagement“ vorsehen. Dabei werden die letzten fünf Jahre der Vertragslaufzeit genutzt, um die Anlagen zu einem möglichst günstigen Zeitpunkt aus den einzelnen Anlagen herauszunehmen und sie in kurzfristigen sicheren Anlagen unterzubringen. Das bietet dem Versicherten den Vorteil, dass er nicht an die Tageskurse der Aktien zum Ablaufdatum gebunden ist.

Der wirtschaftliche Spielraum bei den Lebensversicherungen macht hier einen Versicherungsvergleich unumgänglich, wobei man jedoch vor allem auf die garantierten Ablaufleistungen schauen sollte.

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